Wilkommen bei der Galerie Zimmer

ANTONIUS HÖCKELMANN
Oelde 1937 - 2000 Köln

Biographie

1937 geboren in Oelde/Westfalen
1951-57 Lehre und weitere Ausbildung zum Holzbildhauer in der Werkstatt
H. Lückenkötter, Oelde
1957-61 Studium an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin bei Karl Hartung
1960-61 Vier Monate Aufenthalt in Neapel
1961 Teilzeitarbeit bei der Bundespost in Berlin
1962 Heirat mit Hille Eilers, Malerin und Kunstpädagogin
1964 Privatausstellung in Berlin,
Rheingaustraße: Hille Eilers und
Antonius Höckelmann - Malerei und Plastik (Plakat)
1965 Sohn Sebastian geboren
1970 Übersiedlung nach Köln
bis 1979 beschäftigt als Arbeiter beim Postamt I, Köln
2000 stirbt in Köln

Antonius Höckelmann: Präsentation der Bronzen auf der ART COLOGNE 1992
Stand der Galerie Zimmer s. auch Katalog "Bronzen und Terrakotten"


Antonius Höckelmann

Sammlung Elke und Werner Zimmer;
sowie reichhaltige Galerie-Bestände
zum Erwerb

Werke aus den 1980er/90er Jahren
Verschiedener Thematik

Bildhafte großformatige Zeichnungen
Farbige Zeichnungen und s/w mittlere Formate
Tuschen
Handzeichnungen (Bleistift)
Skulpturen
Styropor/farbig gefaßt
Alufolie/farbig gefaßt
Holzreliefs
Bronzen
Terrakotten
Mixed Media

"Pergamon" 1981/82 480 x 300 cm
ausgestellt u.a. documenta7, Kassel 1982









In den 80er/90er Jahren zeigte die Galerie zahlreiche AuIsstellungen zu verschiedenen Aspekten des Werkes Antonius Höckelmanns, die in direkter Zusammenarbeit mit dem Künstler entwickelt wurden. Gleichzeitig legte die Galerie über viele Jahre ihren reichhaltigen Bestand des Werkes Antonius Höckelmanns an.

Zu jeder Ausstellung erschien ein Begleitheft, Prospekt, Katalog oder andere Publikationen.

Die Galerie macht sich die Pflege des Werkes auch weiterhin zur Aufgabe.

(Werkbestände und Literaturarchiv).


ANTONIUS HÖCKELMANN
Lieferbare Kataloge/Publikationen

Katalog 1)
"Antonius Höckelmann Zeichnungen/Bilder aus 10 Jahren 1982 - 1992"
Format: 21 x 28 cm 90 Seiten mit
61 vierfarbigen Abbildungen
Galerie Zimmer, Düsseldorf 1992
Euro 18,- zuzügl. Verpackung und
Versandkosten

Katalog 2)
"Antonius Höckelmann
Bronzen und Terrakotten"
Format 21 x 28 cm, 58 Seiten mit
22 vierfarbigen Abbildungen
Galerie Zimmer, Düsseldorf 1992
Euro 13,- zuzügl. Verpackung und
Versandkosten
Katalog 3)
"Antonius Höckelmann
Eigelstein · Ahasver und Nero"
Format 21 x 28 cm, 42 Seiten mit 25 vierfarbigen und 10 s/w-Abbildungen
Galerie Zimmer, Düsseldorf, 1997
Euro 13,- zuzügl. Verpackung und
Versandkosten





Katalog 6)
"Antonius Höckelmann - Werke 1980 - 84" KV Düsseldorf 1985
(Euro 20,- zuzügl. Verpackung und Versandkosten; nur noch einige Exemplare lieferbar)

Katalog 7)
"Antonius Höckelmann" KV Hamburg 1986
(Euro 25,- zuzügl. Verpackung und
Versandkosten; nur noch einige Exemplare lieferbar)

Katalog 10)
"Das Thema Judith und Holofernes im Werk von Antonius Höckelmann"
Text von Siegfried Gohr
Format DIN A 4 ,
12 Seiten 3 s/w-Abbildungen
Schriftenreihe der Galerie Zimmer 1994
Euro 8,-

Katalog 8)
Publikation "Antonius Höckelmann - Ahasver und Nero am Eigelstein"
Publikation der Bleistiftzeichnungen
Vorwort Martin Hentschel
hersg. von Werner Zimmer,
Düsseldorf 1986
Format: 32,5 x 33 cm, 60 Seiten,
33 s/w-Abbildungen broschiert Euro 28,-

Vorzugsausgabe A ( vergriffen)
Vorzugsausgabe B ( vergriffen)


Antonius Höckelmann

Werkgruppen
"Eigelstein - Ahasver und Nero"

Das Thema greift einen Werkkomplex auf, der in den 1980er Jahren entstand: Farbige Zeichnungen, zumeist im Format 50 x 70 cm, einige auch 70 x 100 cm. Die Zeichnungen entstanden im Zusammenhang mit der künstlerischen Arbeit in einer Kölner Kneipe im Eigelstein-Viertel, in dem Antonius Höckelmann mehrere Jahre plastische Gebilde schuf, die allmählich die ganze Kneipe durchzogen. Analog dazu entstanden die farbigen Zeichnungen, mit denen Höckelmann quasi sein eigener Chronist wurde.

Ende der 80er Jahre wurde die Kneipe im Zuge der Sanierung des Eigelstein-Viertels geschlossen. Die Arbeit Höckelmanns, wie sie dort entstand und über mehrere Jahre Bestandteil der Kneipe war, hat Werner Zimmer in vielen Photos festgehalten. Einen Einblick in das gesamte Thema gewährt auch der vorliegende Katalog.

s. Katalog 3: "Eigelstein. Ahasver und Nero"

In der Kneipe am Eigelstein
Fotos: Werner Zimmer





Thematisch stellt Höckelmann mit dem gesamten Eigelstein-Werkkomplex, zu dem auch frühere Bleistiftzeichnungen, großformatige bildhafte Zeichnungen und Holzreliefs gehören, einen historischen Zusammenhang her zwischen dem heutigen Köln und dem Rom der Zeit Kaiser Neros: über Kaiserin Agrippina, die in dem römischen Lager am Rhein geboren wurde, und nach der die Gründung den Namen "Colonia Claudia Ara Agrippinensis" erhielt, schlägt Höckelmann den zeitlichen und räumlichen Bogen zu Kaiser Nero, Agrippinas Sohn, den es auf seinen Ausschweifungen durch die nächtlichen Randbezirke Roms auch zum Kölner Eigelstein geführt haben könnte
Anregung zu dem Thema war für Höckelmann eine Dichtung Robert Hamerlings aus dem Jahr 1865 „Ahasver in Rom", die sich mit den nächtlichen Unternehmungen Neros in Rom befaßt. Neben anderen Figuren wurde Nero dabei von dem Philosophen Seneca begleitet, bei Höckelmann transponiert in die Figur Ahasver, Wanderer durch Zeit und Raum, Symbol für das Geistige.

Die Kneipe am Eigelstein schien der richtige Ort, die Geschichte in Bildgestalt zu vergegenwärtigen


Abbildungen: Farbige Zeichnungen aus den Jahren 1984-86
im Format 50 x 70 cm und 70 x 100 cm


Neben den farbigen Zeichnungen waren in den Jahren 1983 - 85 auch Bleistiftzeichnungen zu diesem Thema entstanden, die die Galerie Zimmer bereits 1986 in einer Ausstellung mit Publikation vorgestellt hatte.

Teilweise formuliert Höckelmann das Thema in den Zeichnungen erzählerisch frei nach seinen Vorstellungen, andere Zeichnungen beziehen sich auf die plastischen Gebilde, die er in der Kölner Kneipe schuf, die somit zur Chronik dieses Ortes werden.

Mit dem Gesamtkomplex von Bleistiftzeichnungen, Plastik und schließlich farbigen, bildhaften Zeichnungen und Holzreliefs schuf Höckelmann ein geschlossenes künstlerisches Kompendium.

Abb.: Bleistiftzeichnungen aus den Jahren 1982-85 im Format 30 x 42 cm


Antonius Höckelmann
Frauen-Akte


Frauenakte - Zeichnungen aus der Spannung zwischen Aktstudien und Wunschbildern - nehmen im Werk Antonius Höckelmanns einen bedeutenden Platz ein.

Auch in dieser Thematik bewegt sich der Künstler, seiner methodischen Arbeitsweise entsprechend, von der schnellen Tusche über die lineare Bleistiftzeichnung zu mittel- und großformatigen bildhaften Zeichnungen mit Farbstiften.

Mit den Akten mag Höckelmann in der Tradition des deutschen Expressionismus gesehen werden, findet aber den ihm eigenen Umgang mit dem Thema. In Serien kleinerer Formate und Zeichnungen bis zu 100 x 70 cm spielt er Farb- und Ordnungs-Varianten durch. Stellt er seine Frauen auch gern in eine naturnahe Assoziation -"Akt im Schilf", so liegt die Absicht doch nicht in der Nachbildung der Natur, sondern ergeben sich Form und Farbe aus den Möglichkeiten der von Höckelmann bevorzugten wasserlöslichen Farbstifte.

So sehr die Zeichnung zum Anschauen gedacht ist, so sehr entzieht sich die Frauenfigur immer wieder dem voyeuristischen des Betrachters. Sie blickt ihm selbstbewußt aus dem Bild heraus ins Auge oder zieht sich ins Liniengestrüpp der Zeichnung zurück. Selten erscheint die Frau allein im Bild; gern bedient sich der Künstler der Tier-Symbolik - wie in der ausgiebigen Werkgruppe "Akt mit Vogel", aus der hier einige Beispiele gezeigt werden.


Antonius Höckelmann „Akt mit rotem Vogel"
1986 100 x 70 cm
farbige Wachskreiden, auf kartonstarkem Papier (ahd47.86)



Antonius Höckelmann "Schnabelakt im Schilf"
1987 70 x 50 cm
farbige Wachskreiden auf kartonstarkem Papier (ahe68.87)


Antonius Höckelmann "Surreales Alphabet" 1987 70 x 50 cm
farbige Wachskreiden auf kartonstarkem Papier (ahe66.87)











Antonius Höckelmann "Schnabelakt mit großer Vogelmaske" 1986 70 x 50 cm
farbige Wachskreiden auf kartonstarkem Papier (ahe67.86)


Antonius Höckelmann

Ausstellungen in der Galerie Zimmer

Die Ausstellungen wurden jeweils in enger Zusammenarbeit aus der laufenden Arbeit des Künstlers nach werkbezogenen Themen erarbeitet.

1979 Beginn der Zusammenarbeit

1980 seither jährliche Präsentationen auf den Kunstmärkten Internationaler Kunstmarkt Köln/Düsseldorf; ART COLOGNE, Köln; art forum, Berlin

1981 Erste Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie Zimmer
mit Schwerpunkt auf dem Zyklus Judith und Holofernes;
Während der Ausstellung Beginn des Bildes "Pergamon" in öffentlichen Malaktionen

1982 Ausstellung des großformatigen Bildes "Pergamon" und andere Zeichnungen (1982 dann als Leihgabe auf der documenta 7)
Eröffnungsrede Dr. Siegfried Gohr

1982 Edition der Linolschnitte "Judith und Holofernes", "Pergamon"

1983 Ausstellung mit Schwerpunkt auf den Arbeiten „Der Traber“ - Holzrelief und
Zeichnungen
"Scheuchkran" - eine neue Plastik
"Strandblumen" - eine Reihe farbiger Zeichnungen aus Wangerooge
Eröffnungsrede Dr. Silvia Neysters

1984
Ausstellung der Handzeichnungen "Olympia"

1986
Ausstellung "Ahasver und Nero am Eigelstein
Buch-Publikation der Zeichnungen; Text Martin Hentschel

Vorzugsausgabe mit einer Zeichnung (vergriffen) Vorzugsausgabe mit einer Radierung (vergriffen)

1987
Ausstellung - Antonius Höckelmann Bildhauer und Zeichner" -
neue Skulpturen, Plastiken und Zeichnungen (Katalog; vergriffen)

1990
Ausstellung der Zeichnungen/Bilder zum Thema "Rennplatz"
und Vorstellung der neuen Terrakotta-Plastiken

1992
Ausstellung
Zeichnungen/Bilder aus
10 Jahren 1982 -1992
Katalog 92 Seiten mit 62 Farbabbildungen
Texte von Hans Jürgensen,
Susanne Wedewer, Elke Zimmer

1992
Ausstellung "Bronzen und Terrakotten"
Katalog 58 Seiten mit 22 vierfarbigen Abbildungen

1993
Ausstellung Antonius Höckelmann: "Judith und Holofernes"
im Rahmen der Ausstellungsreihe: "Frauengestalten aus Mythologie und Kunst in der Malerei der Gegenwart"

1997
Ausstellung zum 60. Geburtstag "Eigelstein · Ahasver und Nero"
Katalog mit 48 Seiten, mit 25 farbigen Abb. und Texten von Martin Hentschel

1999
Ausstellung der Werkgruppe
"Hase und Igel"


Antonius Höckelmann

Ausstellungen mit Beteiligung der
Galerie Zimmer/bedeutende Leihgaben.

Institutionen/Einzelausstellungen

1983
Galerie Böttcherstraße Bremen, mit Verleihung des Kunstpreises

1984
Museum Abtei Liesborn (Katalog)
Kunstverein Bremerhaven

1985
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (Katalog)

1986
Kunstverein Hamburg (Katalog)

1987
Oelde, Rathaus

1989
Städt. Galerie Albstadt (Katalog)
Leopold-Hoesch-Museum, Düren

1990
Goethe-Institut, Madrid

1992
Museum Haus Koekkoek, Kleve
Kunsthalle Bremen

Institutionen/Beteiligungen

1982
Kassel, documenta 7
Berlin, Zeitgeist

1984
Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg, Bella Figura
Düsseldorf, von hier aus

1986
Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg, Das Bild der Frau in der Plastik des 20. Jahrhunderts Charlottenburg,
Kopenhagen, Limelight
Von der Heydt-Museum, Wuppertal,
aus Privatbesitz für Wuppertal









1987
Kollektion Sonnabend
Sammlung Stober, Berlin Auf der Spur
Kunsthalle Mannheim und Museum van
Bommel-van Dam, Venlo:
Skulpturen von Malern.

1991
Städtisches Museum, Heilbronn: Figur

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und der Galerie Zimmer, Düsseldorf.